Standarddichte ermitteln

Viele Merkzettel, Mauspads oder andere Handzettel wo die wichtigsten Kenngrößen einer Druckmaschine festgehalten sind, haben auch Werte für die Standarddichten der Primärfarben. Diese sind jedoch wenn überhaupt nur noch als Richtwert zu gebrauchen und haben mit modernen Colormanagement an der Druckmaschine nichts mehr zu tun. Welche Farbdichte die richtige ist hängt von vielen Faktoren ab, die verwendeten Farben haben jeweils eine unterschiedliche Charakteristik, das Papierweiß beeinflusst die Farbgebung usw. Aber alle Farben haben ein gemeinsames Ziel und das ist der Lab-Wert der jeweiligen Primärfarben. Cyan, Magenta, Gelb und auch Schwarz haben jeweils einen exakten Farbort im dreidimensionalen Lab-Farbraum und dieser ist das Ziel mit einer Toleranz von einem DeltaE maximal 5. Die Standarddichte wird nun dadurch ermittelt, dass die Farbdichte beim Andruck an der Druckmaschine solange schrittweise verändert wird, dass ein möglichst kleines DeltaE erreicht wird. Dieses Minimum DeltaE ergibt die ermittelte Standarddichte, dazu kommt eine Toleranz von DeltaE 5, was am Ende den Arbeitsraum des Druckers an der Druckmaschine definiert.

In der Regel macht man das beim ersten, linearen Andruck zur Ermittlung einer Druckkennlinie. Bei einem Techkon Spectrodens mit aktivierten Premium Features nimmt man den ISO-Check und vermisst ein Volltonfeld, dass Gerät wird Ihnen dann den aktuellen DeltaE anzeigen und wird ggf. Korrekturvorschläge unterbreiten.


Verfahren Sie so mit jeder (Primär-) Farbe.

pronto 2014/04/09 14:20

presstec/standard_density.txt (2018 views) · Zuletzt geändert: 2014/04/09 14:35 von wikisysop
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