Wie alles begann...

Es war irgendwann im Winter 2007/08 in meiner Stammkneipe um die Ecke. Man saß wie gewöhnlich am großen, runden Tisch und es gesellten sich wie gewöhnlich die unterschiedlichsten Leute dazu. Wir haben gerade die Probleme diskutiert, welche meinen derzeit aktuellen Reiseplan torpedierten. Wir wollten mit meinem Land Rover das Schwarze Meer umfahren, eine Reise die ich ähnlich wie Magellan bei seiner Weltumsegelung bereits schon einmal gemacht habe. Aber wie Magellan war es mir verwehrt, dieses Ziel auf einer einzigen Reise zu erreichen. Ich war bereits schon einmal mit einem LKW Konvoi mit Hilfsgütern für die Erdbebenregion zwischen Tiflis und Jerevan im Kaukasus1). Das Beben ereignete sich tragischer weise an meinem 23. Geburtstag, weshalb ich einen besonderen Bezug dazu hatte. Da die winterlichen Straßenverhältnisse im Kaukasus stellenweise schon Eindruck auf uns hinterlassen hatten, wollten wir über die Türkei nach Hause fahren. Die Türkei hatte unseren Status des Hilfsguttransportes aber nicht anerkannt, da wir bereits leer auf dem Rückweg waren und verweigerte uns den kostenfreien Transit, so dass wir die selbe Strecke über die Nordküste des schwarzen Meeres wieder zurück fuhren. Später einmal befand ich mich dann an der selben Grenze - nur auf der türkischen Seite - nur der Vollständigkeit wegen. Das damals diskutierte Problem hieß Abchasien, eine seit dem Zusammenbruch der UdSSR abtrünnige georgische Republik2). Auf Grund der heiklen Situation in Abchasien kann man derzeit diese Region nicht durchfahren (Stand 2008), sie wäre aber nicht nur ein wichtiger Teil dieser Reise gewesen, sondern gehört auch noch zu den schönsten Flecken auf der ganzen Rundreise. Ein Jammer aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben…

Mit am Tisch saß ein Bekannter, der mit seiner Spedition große Landwirtschaftsmaschinen mit Schiffen über die Donau in die Ukraine transportiert. Er bemerkte eher beiläufig, dass er mit seinen guten Kontakten zu Reedereien eine Weltreise mit einem Stückgutfrachter organisieren könnte. Das ganze kostet nur ein paar Hundert Euro und man braucht nur die Zeit dazu. …Die Zeit hab ich… kam es mir wie aus der Pistole geschossen …und ich auch… bemerkte der Heiner, ein pensionierter Personenschützer des BKAs, gleich hinterher. Das Gesprächsthema des restlichen Abends war gefunden. Der Bekannte versprach seine Kontakte diesbzgl. abzuhorchen […] ich konnte nicht mehr schlafen und träumte noch im Wachzustand von dieser Reise […] aber die Wochen verrannten, ohne das dabei Nennenswertes haraus kam. Natürlich hatte ich mich im Internet bereits schlau gemacht, ob es so was überhaupt gibt …Okay gibt es… und was so was eigentlich kostet. Es hat mich dann auch letztlich nicht überrascht, dass auch die Geschichte mit den paar Hundert Euros nicht ganz die Erwartungen getroffen hat, die der Bekannte in Aussicht stellte. Am Ende ist auch der Heiner noch abgesprungen aber letztlich wegen der Passagekosten von rund 10.000 Euro. Verständlich, ich hab sogar meinen Land Rover dafür verkauft. Meine Art zu Reisen hat sich eben geändert und ansonsten ist die Karre eh nur ein ökonomischer Supergau, der schon alleine Steuer und Versicherung 150.- Euro kostet, im Monat wohl bemerkt. Aber egal, mein Plan stand fest, die Spiele mögen beginnen…

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~~DISCUSSION:off~~

activities/worldtour08-09/vorbereitungen.txt (4887 views) · Zuletzt geändert: 2011/05/10 14:36 von wikisysop
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