Utilities and more...

Im Laufe der Zeit kommt man doch schon ins Grübeln, was man mit der ganzen Zeit auf See anstellen sollte. Gut als Frachtschiffreisender wird man in die Crew integriert, was einem Zugang zu so manch interessanten Orten an Board eines solchen Schiffes ermöglicht aber ob man wirklich immer den Geschichten der Besatzung lauschen möchte? Die grösste Umstellung wird für mich zweifelsohne sein, dass ich grösstenteils nicht online sein werde. Für mich als aktiver ITler schon eine absurde Vorstellung aber ich habe immer noch mein Laptop und eine externe Festplatte mit mehreren 100 GB Spiecherkapazität…
Ein Leben offline…?

Ein Leben offline...?

Also dann habe ich mal so auf meinem Computer und im Internet gekramt, was es denn so alles Nützliches für diesen Zweck gäbe. Dabei bin ich auf einen hochinteressanten Link in Wikipedia gestoßen. Man kann sich die gesamte Enzyklopädie herunterladen und offline verfügbar machen1). …Geil… wenn das mal nicht ein nützliches Feature ist. Und es spart auch noch eine Menge Geld, da ich vermutlich gänzlich auf Reiseführer in Buchform verzichten werde. Aber nicht nur Reiseführer sind damit entbehrlich, Wikipedia ersetzt auch gleich noch ein mehrbändiges Lexikon. Gut Wikipedia Output ist auch mit Vorsicht zu genießen aber damit um die Welt zu reisen, eröffnet schon auch ganz neue Perspektiven.

Ich rechne aber schon auch damit, in den Häfen der Metropolen hier und da auch mal ein offenes WLAN zu finden. Dann wird vermutlich die Luft glühen, wenn ich meine Homepage update, eine kleine Auswahl Bilder in die Galerie hochlade und meine E-Mails checke. Da ich auch davon ausgehe, dass ich bei mehrtägigen Landgängen nicht so ohne Weiteres zum Übernachten aufs Schiff zurück kehren kann, werden auch mal Hotelübernachtungen dazwischen sein, da sollte Internet dann auch kein Problem sein. Aber anders kann es auch nicht sein, ich könnte vermutlich länger aufs Duschen verzichten, wie aufs Internet. Auf mich kommt eine schwere Prüfung zu…

Google Earth auf Reisen...

Ein echtes Problem stellt auch Google Earth dar. Durch die immensen Datenmengen ist GE nur bedingt für den Offline Einsatz tauglich. Aber es gibt Tricks, wie man sich den Offlinecache von GE zu Nutze machen kann und daran arbeite ich gerade. Derzeit scheint die Aufgabe sämtliche Küstenregionen, welche ich vermutlich streifen werde, in mehrere Cache Files abzulegen noch etwas abwegig. Das erste Tool, welches mir dabei helfen soll, festgelegte Gebiete in geringer Höhe (ca. 500 Meter) automatisiert zu überfliegen, damit die Bilddaten gecached werden, fliegt mir mehr um die Ohren als um die Welt und so bin ich hier noch auf der Suche nach Alternativen bzw. den richtigen Einstellungen. Aber Sie glauben gar nicht wie müßig es sein kann die Westküste der Vereinigten Staaten in 500 Metern Höhe abzufliegen. Die NASA bietet mit World Wind allerdings ebenfalls so etwas ähnliches an und gleich die Cache Files für den Offline Gebrauch mit dazu2). Nur ist hier die Auflösung miserabel (15 Meter/Pixel) und ich brauche ja auch nur die Küstenregionen aber gut einen Plan B in der Hinterhand zu wissen.

Endohrpin für meine Ohren...

Auch auf meine Musik wollte ich nicht verzichten und habe alle meine CDs als MP3s in meiner iTunes Library abgelegt und diese auf die externe Festplatte synchronisiert. Bei 500 CDs eine heiden Arbeit und man sollte vorzeitig damit anfangen. Um eine akzeptable Qualität zu erreichen, habe ich den kostenfreien MP3 Codec Lame3) verwendet und im Audiograbber4) integriert. Ich empfehle als Qualitätsstufe eine feste Bitrate von 320Kbit/s zu verwenden. Das ist die höchste Qualitätsstufe aber der Platzverbrauch ist dennoch akzeptabel. So im Schnitt werden dabei ca. 100MB für eine CD benötigt. Damit ist weder ein 80GB iPod Classic noch eine externe Festplatte überfordert.

Überschall...

Als Abspielgerät habe ich mir das Bose Sound Dock Portable zugelegt5). Bose ist sicher nicht das, was man sich als verwöhnter Musikhörer wünscht aber man muss im Leben auch mal Kompromisse eingehen. Die Auswahl schwindet auch enorm, wenn man sich damit unabhängig vom Netzstrom bewegen möchte. Hier kommt ein eklatanter Vorteil der Bose Elektro Box ins Spiel, dieses Gerät war das einzige was ich gefunden habe, welches einen integrierten Akku besitzt, der sich selber auflädt, sobald er an er an einer Steckdose angeschlossen ist. Das Ladegerät ist quasi integriert. Somit relativiert sich der doch erst mal abschreckende hohe Preis von ca. 350.- Euro auch wieder. Wenn man bedenkt, dass Mitbewerber auf konventionelle Mono Akkus setzen, davon meist sechs oder acht Stück und man prinzipiell einen zweiten Satz Akkus bräuchte und dann noch ein Ladegerät dazu kommt man schnell auf eine weitere Investition von über 100.- Euro. Mal abgesehen davon, dass die ständige Akkuwechslerei ganz schön lästig ist. Prinzipiell aber überzeugt mich die Verarbeitung des Geräts nicht wirklich und ich glaube nicht, dass es zu den Geräten gehören wird, die man ein Leben lang mit sich rumschleppt.

Der passende Durchblick...

Ganz anders sehe ich da das Fernglas. Man macht sich nicht beliebt, wenn man ständig das Fernglas anderer benutzt, habe ich mir sagen lassen und somit bin ich auf die Suche nach einem geeigneten Glas für mich gegangen. Nachdem ich mich in Marineforen umgehört habe, auf was man bei einem Marinefernglas achten sollte, habe ich mich dann für das Steiner Navigator 7x50 ohne integrierten Kompass entschieden6). Mit dem Verzicht auf den integrierten Kompass verzichtet man auch auf die Peilmarken, welche auf See sicher nützlich sein können aber da ich in Bayern lebend, doch eher eine Landratte bin, habe ich mich hinsichtlich einer weiteren Verwendung des Glases gegen die Peilmarken entschieden und somit auch gegen den Kompass. Die werden den Weg auch hoffentlich ohne mich finden. Wirklich überzeugend bei diesem Glas ist jedoch, dass man es nicht mehr scharf stellen muss. Einmal auf seine Augen eingestellt, ist das Glas immer scharf, egal wo man hinschaut. Sports Autofokus nennt Steiner dieses Feature und das ist wirklich so was von praktisch. Insgesamt wird auch die Verarbeitung dem Label Made in Germany mehr als gerecht. Ein echter Geheimtipp, das Glas macht mir jetzt schon richtig Spaß…

Seven of Nine...

Waren die verklemmten Beziehungskisten in der Next Generation7) zwischen William Ricker und Councelor Deanna Troi ein zarter Ansatz etwas Sexappeal in der bis dahin von William Shatner alias James Tiberius Kirk als Raufbold geprägten Äera der Vereinigten Föderation der Planeten, knistert es in den Staffeln der im Deltaquatranten verschollenen Voyager schon vor Erotik. Brrr … das Schlimmste was einem Wesen im Universum begegnen kann, waren bis dahin vermutlich die Borg8), mal abgesehen vielleicht von Q und Baujuristen aber dann kam Seven of Nine9) […] (Ex) Borg […] Da bleibt einem glatt die Spuke weg, dafür würde ich mich auch postwendend in den Deltaquadranten beamen lassen…

»Widerstand ist zewcklos, sie werden assimiliert werden…«

Die Tatsache, dass ich so ziemlich alle Serien der Enterprise und Next Generation schon mindestens einmal gesehen habe und mir dafür aber etliche Folgen der Voyager abgehen, hege ich schon länger den Gedanken, mir die sieben Voyager Staffeln mal als DVD Box zuzulegen. Ich denke jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür. Nicht das ich jetzt vorhabe mir alle ca. 50 DVDs auf der Reise anzuschauen aber so als Lückenfüller kann ich mir schon ganz gut vorstellen, damit auch einen kulturell wertvollen Beitrag zu erbringen. Nicht zuletzt, weil die DVDs mehrsprachig erschienen sind und somit auch einer internationalen Besatzung zugänglich sind, hätte ich damit auch ein potentielles Abschiedsgeschenk gefunden. Es kann jetzt aber nicht davon ausgegangen werden, dass ich mich so ohne Weiteres davon trennen kann aber im Laufe der Reise wird sich zeigen, wie sehr mir die Menschen an Board ans Herz gewachsen sind und welches Opfer ich bereit bin zu erbringen. Die Boxen gebe ich bestimmt nicht so ohne Weiteres wieder ab…

One good Whisky a day, keeps the doctor away...

Was auf einer so langen Reise auf keinen Fall fehlen darf, ist eine Flasche guter Whisky. Natürlich Scotch und natürlich Single Malt. Welchen genau werde ich wohl erst unmittelbar vor Abfahrt entscheiden aber so in die Richtung Coal Ila oder Balvenie wird es vermutlich gehen. Ich habe zwar gelesen, dass auf den Rickmers Schiffen in der Bar Bier und Whisky zu haben ist aber es gibt Dinge, bei denen verstehe ich keinen Spaß. Mir trinken zu viele Leute ihren Whiskey[*] mit Cola, wobei man aber auch einen Jack Daniels vermutlich anders überhaupt nicht trinken kann. Aber da bin ich lieber Selbstversorger, das Risiko gehe ich nicht ein… Anyway, dazu dann zwei, drei passende Gläser und dann fehlt nur noch der offene Kamin und ich wäre wieder zu Hause. Ich freue mich schon auf die genüsslichen Abende, wenn ich mit einem Glas Whisky der Sonne zuschaue, wie sie am Horizont ins Meer versinkt.

Außerdem soll Whisky ein probates Mittel gegen Seekrankheit sein, wobei mir ein Seemann, der als Schiffskoch auf den Hurtig Routen unterwegs war den Tipp gab, dass bei Seekrankheit ein Besuch beim Smutje wahre Wunder bewirken kann. Die haben Teufelszeug in den Untiefen ihrer Regale und Schubladen versteckt und übermäßiger Genuss davon lässt selbst der Übelkeit keinen Platz mehr im Körper. Hat man sich dann mal gereinigt, hat sich die Sache mit der Seekrankheit auch ein für alle mal erledigt. Wo kommt eigentlich der Ausdruck Seemannsgarn her? Kam mir nur grad so durch den Kopf…

Wobei ich schon öfter und länger auf kleinen und großen Schiffen unterwegs war und niemals hatte ich Probleme mit der Seekrankheit […] Wobei, einmal wurde mir auf auf der Carmelan10), auf der ich mal eine dreiwöchige Rundreise in der Ostsee miterleben durfte, nach zwei Päckchen Gummibären schlecht wurde […] So richtig schlecht […] Aber ob da ein kausaler Zusammenhang mit der Seefahrt bestand, kann ich auch heute nicht mit Sicherheit sagen.

[*] (11/08) Richtigstellung: Eine ganz angenehme Bekanntschaft, die ich die letzten Tage machen durfte, hat mich auf einen folgenschweren Lapsus in meiner Schreibweise des Wortes Whisk(e)y hingewiesen. Ich habe meine Schreibweise mit dem 'e' zwar überprüft und stellte fest, dass es sowohl die Schreibweise mit, wie auch ohne 'e' gab und hinterfragte deshalb diese Angelegenheit nicht weiter. Da ich aber gerade in diesen Zeilen, den schottischen Whisky vor allem gegenüber den amerikanischen Whiskey (Tennessee; Jack Daniels) deutlich favoritisiere, sollte ich mich auch an die korrekte Schreibweise halten. Den schottischen Whisky schreibt man demnach ohne 'e' und die amerikanischen, wie auch irischen Whiskeys, schreibt man mit 'e'. Wikipedia bestätigt dies in der Tat dann auch gleich in der ersten Zeile über seine Darstellung des Whiskys. An dieser Stelle ein Dankeschön, zeigt es sich doch auch, dass sich jemand bis hierhin durchgekämpft hat… ;-)

~~DISCUSSION:off~~

activities/worldtour08-09/equipment.txt (6984 views) · Zuletzt geändert: 2011/05/10 14:37 von wikisysop
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