04/2010

Zeichnen Sie mit bei der ePetition gegen genmanipuliertes Saatgut

»Zuerst stirbt die Biene, danach der Mensch«

So in etwa hat Albert Einstein das Ende der Menschheit prophezeit. Nicht ganz so apokalyptisch sieht dies John Dalli von der Europäischen Kommission und hat erneut den Anbau von genmanipulierten Nutzpflanzen bewilligt1). Mit der Kartoffel "Amflora" von BASF soll der Startschuss erfolgen und weitere Sorten, darunter auch Mais, sollen folgen2). Das Gentech Kartell um BASF, Monsanto und Syngenta wird unsere Äcker mit ihren Produkten überschwemmen und den Landwirten werden Schädlingsbekämpfungsmittel aus gleicher Produktionsstätte auferzwungen. Und das der Einsatz von Pestiziden bei der Verwendung von genmanipuliertem Saatgut verringert werden kann ist eine Mär, dass Gegenteil ist der Fall, wie ein Bericht von Friends Of The Earth Europe Ende 2009 darlegt3). Doch die EU sieht darin in einem modernen Europa im 21. Jahrhundert keinen Grund zurückzurudern und BASF steht schon mit der nächsten Gen-Kartoffel in den Startlöchern4).

BASF erklärte: "Nun ist der Weg frei, Amflora in diesem Jahr kommerziell anzubauen. Amflora wird die Position der europäischen Kartoffelstärke-Industrie im internationalen Vergleich stärken.“ Hinter dieser Motivation steckt also die pure Gewinnmaximierung, eine Gier, die wie schon bei der Bankenkrise ins Desaster führen kann. Was für uns Schädlinge sind, ist für andere Insekten die Nahrungsgrundlage und werden diese Schädlinge bekämpft, sind auch diese Insekten bedroht. Und das in ganz grossem Stil. Sollen drei Chemiegiganten darüber entscheiden, welche Schädliche und somit welche Insekten entbehrlich sind? Ich sage Nein!

Mir macht es nichts aus, dass die Banane krumm ist, mich stört es nicht, wenn die kleinste Kartoffel in meiner Küche nur ein Fünftel so gross ist, wie die grösste. Mich stört es nicht, wenn der Meerrettich krumm und schief ist und eine Tomate muss nicht schön sein, sie soll einfach nur nach Tomate schmecken. Das Europäische Parlament sieht das aber anders und reglementiert mittlerweile schon auf eine penetrante Art und Weise unseren Alltag. Bevor eine Zwiebel den Weg in meine Küche findet, muss sie vorher durch den bürokratischen Dschungel von Strassburg oder Brüssel. Die maximale Krümmung einer Banane wird festgelegt, damit der Transport und die Lagerung optimiert wird und Länder die sich nicht den industriellen Richtlinien unterwerfen wollen oder möglicherweise gar nicht können, die ein 500.000 Millionen Verbrauchermarkt wie Europa erforderlich macht, bleiben auf der Strecke. Bananenverordnung 5) → Lächerlich…

Aber man kann sich wehren und in Zeiten von Internet so bequem wie nie zuvor. Sie können auf der Seite www.avaaz.org einen eingereichten Petitionsantrag unterstützen. Eine Million Mitzeichner sind das Ziel, ich bin ein Teil davon und Ihr?

Hier können Sie Ihre Stimme abgebenhttps://secure.avaaz.org/de/eu_health_and_biodiversity/



pronto 2010/04/08 20:37


04/2010

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(12/2009) Meine dritte Fotoausstellung fand im Atelier von Monika Gary Krug in Pfaffenhofen statt. Eine kleine, feine Ausstellung im kleinen Rahmen und ohne großen Rummel … wie ich zuerst dachte. Daraus wurde dann allerdings der bislang größte Coup, der mir in meiner Hobby Fotografen Karriere gelungen ist, auch wenn ich eher zufällig da reingestolpert bin. Das Fernsehen (IN TV) gab sich mit zwei Zeitungen die Klinke in die Hand und so war mir am Tag der Eröffnung alles andere als Wohl im Bauch. Ich wusste bis zwei Tage vor der Ausstellung noch nicht mal welche Bilder ich ausstellen soll. Verschiedene Konzepte gingen mir durch den Kopf aber letztlich habe ich mich am Stil meines Freundes Chris alias Spane alias Geröngeröz orientiert, der ebenfalls mit ein paar Bildern vertreten war und seine Hauptbilder mit Portraits aus Musikveranstaltungen gestaltete. Hier kamen mir die Bilder von Bonaparte sehr entgegen, sie reiten sich nahtlos in das Konzept von Christian ein und somit stand der Besucher nicht quasi zwischen den Stühlen. Einen Satz kleinerer Bilder, zusammengefasst in Fotostripes, gestaltete ich, ebenfalls mit einem Auge nach Spanes Ideen schielend, mit einigen Bildern aus New Orleans, welche die Auswirkungen von Hurrikan Katrina im Stadtviertel Lower 9th Ward zeigen.

Meine größte Sorge war die Größe der Bilder bzw. das an sich recht kleine Atelier. Da die Größe der Bilder durch meine verfügbaren Bilderahmen (60x80cm) bereits festgelegt war, konnte ich an der mir zur Verfügung stehenden Wand nur vier Bilder aufhängen und das auch nur im Hochformat. Da hatte ich ein Problem, da ich ausschließlich nur im Querformat fotografiere. Diese Hürde meisterte ich aber dann letztendlich doch, da sich in meinem Archiv ausreichend viele Bilder befinden, die sich auch ins Hochformat beschneiden lassen.

Abgerundet wurde die Ausstellung mit Steinskulpturen von Roswitha Prehm, welche eine wirklich eine herausragende Qualität besitzen. Es hat den Anschein, dass Roswita den Stein wie ein offenes Buch liest um ihm letztendlich seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen. Die Leute standen verblüfft vor den Skulpturen und für viele bestand kein Zweifel, dass genau dieses Motiv dem Stein zu entlocken sei.

Am Tag der Vernissage spielte die Band Grigoli zur musikalischen Untermalung für die Gäste und letztendlich auch zur Beruhigung meiner Nerven. Die Vielfalt der Künstler nahm mich ein wenig aus dem Fokus der Öffentlichkeit, ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt und Dank Grigoli konnte ich ein wenig in der Menge untertauchen. Grigoli, ein Duo welches nur aus Gitarre und Gesang besteht, spielen selbst komponierte Lieder mit deutschen Texten. Obwohl sie hier aus der Gegend sind, habe ich vorher noch nie was von ihnen gehört. Dementsprechend überrascht war ich dann auch, als ich die beiden zum ersten Mal spielen hörte. Die sind wirklich gut und waren nicht nur eine Bereicherung für die gesamte Veranstaltung, sondern waren auch verdienter Maßen der Höhepunkt des Abends. Ein Glück für mich…

Die regionale Online Plattform hallertau.info schrieb über diesen Abend:

"Ein stimmiger Abend, nicht überladen mit erschlagenden Eindrücken, die Atmosphäre locker und frisch, die Musik passend zum Publikum und dem kleinen feinen Ambiente. Der Wolnzacher und passionierte Hobbyfotograf Thomas Wildgruber sowie der Fotokünstler Christian Spanheimer zeigten Bilder in Schwarzweiß-Optik, der endlich wiederentdeckten Königsdisziplin der Fotografie. Ein ausgesprochen feines Auge für Details, die Kunst der spezifischen Wahrnehmung und deren Umsetzung in erstklassige Kompositionen sind zu beherrschen, gilt es, Lebensmomente in ausdrucksstarke fotografische Motive zu verwandeln. Top. Wer nach solchen Bildern sucht, sollte den Weg in die Spitalstraße 1 nicht scheuen. Außergewöhnliche Exponate, fast als Interieur in den Ausstellungsraum mit einbezogen, zeigt Steinbildhauerin Roswitha Prehm aus Hallbergmoos. Abstrakt, figürlich oder einfach nur Klasse, was die Künstlerin mitgebracht hat. Sehenswert! Hörenswert auch die Begleitmusik von „Grigoli“, dem Folk-Rock-Duo aus Ilmmünster. Lässig, musikalisch ausgegoren und mit inhaltsreichen Texten überzeugten sie die Gäste, den Freitagabend in der richtigen Location zu verbringen. Allerdings musste das nicht extra betont werden … Wohlfühlatmosphäre garantiert!"

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen unerhofft kommt oft. Ich hätte niemals damit gerechnet, daß eine so kleine Ausstellung solche Wellen schlagen könnte. Aber es lag nicht nur an den Bildern, sondern an den eigentlichen Veranstaltern im Hintergrund. Unsere Ausstellung war die zweite im Atelier von Monika und das soll sich so fortsetzen. Im zwei Monats Rhythmus sollen hier Kunst und Kultur Veranstaltungen stattfinden. Eine begrüßenswerte Idee und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese Veranstaltungen wurden von den Machern im Hintergrund, wie die Inhaberin des Ateliers und einen befreundeten Fotografen Sebastian Breitkreutz geschickt auf diese zweite Veranstaltung gelenkt. Somit wurde nicht nur der Kulturreferent der Stadt Pfaffenhofen auf uns aufmerksam sondern durch die brillante Öffentlichkeitsarbeit der Gastgeber auch die lokalen Medien wie die regionalen Zeitungen Der Pfaffenhofener oder auch der Donaukurier.

An dieser Stelle bleibt mir nur noch der Dank an Monika Gary Krug und Sebastian Breitkreutz, meinen Mitstreitern Christian Spanheimer, den Grigoli und Roswitha Prehm. Es war ein schöner Abend!